Ein sehr schönes Hobby ist das gemeinsame Kochen und Essen mit Freunden in einem Kochclub, der sich das Motto "Cum Grano Salis" gegeben hat.
Die kochenden Männer kommen aus den verschiedensten Berufsgruppen und damit sind auch die Themen der abendlichen Gespräche glücklicherweise sehr weit gefächert.
Gekocht wird in einer Lehr- und Demonstrationsküche eines großen ortsansässigen Möbelhändlers. Diese STALL-Küche bietet traumhafte technische Möglichkeiten, vom tatsächlich scharfen Messer bis zum Dampfgarer.
Wir probieren Rezepte Querbeet, von Mälzer über Oliver bis hin zu regional typischen Gerichten aus der ganzen leckeren Welt.
Einige Rezepte davon möchte ich zukünftig in loser Folge hier vorstellen.

Einen wichtigen Platz hat für mich dabei die thüringische Küche, was wohl unschwer zu erkennen ist.
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cumgranosalis

Käsespieße

• Bernsteinkäse
• Feigensenf
• Cornflakes
• Pinienkerne
• Schnittlauch
• Zahnstocher o.ä.

Für die Käsespieße den Bernsteinkäse in mundgerechte, etwa kleinfingerlange Dreiecke schneiden, aufspießen und mit Feigensenf bestreichen.
Die Cornflakes zerstoßen und auf einen Teller geben.
Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl vorsichtig anrösten. Anschließend hacken und ebenfalls auf einen Teller geben.
Ebenso den in kleine Röllchen geschnittene Schnittlauch.
Abschließend die Käsewürfel mit je einer Seite in die Cornflakes, die Pinienkerne und den Schnittlauch stippen.

Gebeizter Thunfisch nach Jamie Oliver mit asiatischem Touch

für 6-8 Personen:

• 450 g bester frischer Thunfisch
• 1 reife Aavocado, geschält und gewürfelt
• 4-5 Limetten (Saft davon)
• 1-2 frische Chilischoten, Samen entfernt, fein gehackt
• 3 EL Sesamöl
• 4 EL Kokosmilch
• 1 gute Hand voll Koriandergrün, fein gehackt
• 2 gehäufte EL Sesamsamen
• 2 cm frische Ingwerwurzel, geschält und fein gehackt
• 6-8 Scheiben Baguette
• Sojasauce nach Geschmack

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Thunfisch fest und dunkelrot ist. Er wird im Grunde wie bei Sushis roh gegessen, jedoch wird das Fleisch durch die Säure des Limettensaftes ganz leicht gegart.

Den Thunfisch fein würfeln. In einer Schüssel mit dem Limettensaft etwas vorgaren lassen - der Fisch wird dabei weiss. Dann allen anderen Zutaten untermischen und so viel Sojasauce zufügen, wie Ihrem Gaumen zusagt.

Ausgezeichnet schmeckt diese exotisch angehauchte Kombination auf dünn geschnittenem Röstbrot.
 

Elsässer Wurstsalat

Zutaten für 6 Portionen:

• 2 große Zwiebeln
• 500 g Käse (z.B. Allgäuer, Emmentaler)
• 700 g Fleischwurst (z.B. Lyoner)
• 8 Gewürzgurken
• 5 El Weißweinessig
• 5 El Wasser
• 8 El Sonnenblumenöl
• 2 Tl mittelscharfer Senf
• Salz, Pfeffer, Zucker
• Schnittlauch

1. Zwiebeln putzen, längs halbieren und quer in Streifen schneiden, sodass Halbringe
entstehen. Die geschnittenen Zwiebeln in kochendes Wasser geben und etwa 2
Minuten blanchieren. Abgießen, und mit kaltem Wasser abschrecken. Kurz
abtropfen lassen.

2. Käse und Wurst zunächst in dünne Scheiben, dann in möglichst schmale Streifen schneiden. Gut auseinander fächern, damit der Salat hinterher gleichmäßig verteilt ist. Die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden. Zwiebelringe und Gurkenwürfel mit dem Käse und der Wurst mischen.

3. Für das Dressing Essig, Öl, Wasser und Senf verrühren und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mit den Salatzutaten mischen und mindestens 2 Stunden durchziehen lassen.

4. Nach Geschmack den Salat mit Schnittlauchröllchen garnieren.
 

Maronensüppchen mit Gänsebrust

für 5 Portionen:

• 500 g Maronen
• 100 g Zwiebeln
• 100 g durchw. Speck
• 150 g geräucherte Gänsebrust
• 1 Liter Gemüsebrühe
• 200 ml Sahne
• 1 Nelken
• 2 Lorbeerblätter
• 1 Stange Zimt
• Salz, weißer Pfeffer


1. Die Maronen kreuzweise einritzen und für 10 Minuten in kochendes Wasser geben. Portionsweise herausnehmen und schälen. Dabei auch die Haut zwischen Schale und Kastanie entfernen.

2. Zwiebeln putzen, schälen und fein würfeln. Zusammen mit dem ebenfalls klein geschnittenen Speck in einer Pfanne oder einem kleinen Topf andünsten.

3. Die geschälten Maronen zusammen mit den Nelken, den Lorbeerblättern und der Zimtstange in die Gemüsebrühe geben. Aufkochen lassen und die Speck-Zwiebelmischung hinzufügen. Für etwa 30 Minuten köcheln.

4. Gewürze entnehmen. Die Suppe mit dem Schneidstab pürieren und nach Wunsch passieren. Nun die Sahne einrühren und abschmecken.

5. Die geräucherte Gänsebrust in Streifen schneiden und auf Teller verteilen. Mit der Suppe auffüllen und sofort servieren.

Alternativ zum Kochen können die eingeritzten Maronen auch im Ofen gebacken werden, um sie schälen zu können. Oder man verwendet vorbehandelte, vakuumverpackte Ware.

Die Verwendung einer Gewürzkugel (Teekugel) hilft, Nelken, Lorbeerblätter und Zimt nach dem Kochen aus der Suppe zu fischen.
Sollte man keine Gänsebrust bekommen, kann man auch guten Schinken (z.B. vom Wild) oder Rauchfleisch verwenden.
 

Kinderleichtes Fischcurry

für 4 Portionen ( fertig in 15 Minuten):

• 500 g reife Kirschtomaten in verschiedenen Farben
• 500 g weißes Fischfilet, z.B. Schellfisch, ohne Haut und entgrätet 
• 1 gehäuften EL Korma-Currypaste 
• 1 EL Lime Pickle ( eingelegte Limetten aus dem Asia-Shop)
• 1 Dose fettreduzierte Kokosmilch (400 g)
•  Olivenöl, Meersalz, schwarzer Pfeffer


1. In einer großen flachen Schmorpfanne 1EL Olivenöl kräftig erhitzen

2. Die halbierten Tomaten mit der Haut nach unten in die Pfanne legen und 2 Minuten ohne zu rühren ein wenig „schrumpelig“
werden lassen

3. das Fischfilet in etwa 4 cm große Stücke schneiden

4. Den Fisch, die Currypaste, das Lime Pickel und die Kokosmilch unter die Tomaten mischen, alles zum Kochen bringen und 6 Minuten sanft köcheln lassen. Der Fisch sollte nicht zerfallen.

5. Das Fischcurry mit Meersalz und schwarzem Puffer abschmecken und servieren.

Als Beilage eignet sich etwas Baguette.

Kopfsalatsuppe mit Erbsen und Minze

Für 4 Portionen: (Zubereitungszeit 20 Minuten)

• 3 dunkelgrüne, äußere Kopfsalatblätter
• 2-3 innere Kopfsalatblätter
• 800 ml Gemüsebrühe
• 300 g aufgetaute Tiefkühlerbsen
• 200 g Sahne
• Salz
• 1 Prise Zucker
• 1 Prise mildes Chilipulver
• 1 Minzezweig
• frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung:

1. Die Kopfsalatblätter putzen, waschen und abtropfen lassen.

2. Die Brühe erhitzen, die Erbsen hinzufügen und 3 bis 5 Minuten darin ziehen lassen. Die Kopfsalatblätter mit der Sahne in die Suppe geben und alles in einem Mixer fein pürieren. Mit Salz, Zucker und Chili abschmecken.

Anrichten:

1. Die hellen Innenblätter des Kopfsalates in feine Streifen schneiden. Den
Minzezweig waschen, die Blätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.

2. Kopfsalatstreifen und Minzestreifen mischen, in warmen Suppentellern verteilen, einen Hauch Muskatnuss darüber reiben. Die Suppe nochmals aufmixen und darauf verteilen.

Tipp:

Als Einlage passen verschiedene Varianten wie Schinkenwürfel, pochierte oder gebratene Geflügelbrustwürfel, pochierte Lachswürfel, Fleischpflanzerl, pochierte Garnelen usw.

Thüringer Rostbrätchen - auch Rostbrätl genannt

Zutaten für 5 Personen

• 5 St Schweinekammscheiben o. Knochen
• 3 St Zwiebeln (ca.)
• 1 l Bier (Pilsner o. Schwarzbier)
   dazu
• Senf (wenn möglich Thüringer Born-Senf), Salz, Pfeffer, 1 Knoblauchzehe

Den Senf mit Salz, Pfeffer und Bier vermischen. Die Marinade soll durchaus recht salzig und scharf, aber nicht zu dünnflüssig sein. Das Fleisch wir nicht extra gewürzt. Deshalb Marinade zuvor mal abschmecken. Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und in Scheiben schneiden.
In eine Schüssel, beginnend etwas Marinade hineingeben und am Boden der Schüssel verteilen. Dann ein paar Zwiebel- und Knoblauchscheiben und darauf Schweinekammscheiben (sog. Brätl oder auch Brätel) legen. Wenn der Boden der Schüssel mit den Kammscheiben bedeckt ist, auf die Kammscheiben wieder Marinade, Zwiebel und Knoblauch geben und wieder Brätchen auflegen, immer abwechselnd mit Marinade, Zwiebeln und Knoblauch. Abschließen sollte eine Schicht mit Marinade, Zwiebeln und Knoblauch.
Die Schüssel mit einer Folie oder Deckel verschließen und mind. 24 Stunden in den Kühlschrank stellen und marinieren. Dann auf dem Holzkohlegrill braten. Zuvor noch die Zwiebelscheiben und den Knoblauch entfernen.
Zwiebelscheiben und Knoblauch können extra in einer Pfanne mit etwas Butter braun gebraten und später über die Brätchen gegeben werden.

Als Beilagen eignen sich Brötchen, Roggen- oder Mischbrot, Weißbrot, Kartoffelsalat und natürlich ein gepflegtes kühles Bier.
 

Thüringer Rostbrätchen - auch Rostbrätl schnell gemacht

Zutaten für 3 - 5 Personen

• 5 St Schweinekammscheiben o. Knochen
• 3 St Zwiebeln (ca.)
• 1 l Bier (Pilsner o. Schwarzbier)

• Salz, Pfeffer und Senf (wenn möglich Thüringer Born-Senf)

Wem das Marinieren aus dem Rostbrätchen 1 - Rezept zu langwierig ist, weil es jetzt und heute Rostbrätchen geben soll, das soll vorkommen und es kein eigentliches Grillwetter ist, folgendes Rezept:

Die Rostbrätchen ggf. etwas klopfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und zur Seite schieben.
Die Zwiebeln in Ringe schneiden und in einer Pfanne unter Wenden vorsichtig anbraten. Eine kleine Prise Salz sowieso und kurz vor Schluss ein Schuss Pils-Bier macht die Zwiebeln glasig mit Biss.

Zwiebeln aus der Pfanne auf einen Teller o.ä. umfüllen.

Die Rostbrätchen in der wieder heiße Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten und mit einem guten Schuss Bier ablöschen. Dazu eignet sich besonders ein "Glasdeckel mit Loch". Hitze auf mittlere Wärme drosseln, Zwiebeln über die Rostbrätchen schichten und das ganze mit Deckel ca. 15 Minuten in dem Bratenfond-Biersud köcheln lassen.

Dazu in der Eile Brötchen oder Baguette und leckeren Senf, kein Ketchup, und den Rest Bier von oben.
 

Roastbeef mit Bratkartoffeln und Paprikaremoulade

Für 4 Portionen: (Zubereitungszeit 1 Stunde | Garzeit 2 Stunden)

Für das Roastbeef:

• 1, 2 Kilo Rinderrücken, küchenfertig
• 1-2 EL Öl
• 2-3 EL braune Butter
• mildes Chilisalz

1. Den Backofen auf 100° vorheizen und in die mittlere Einschubleiste ein Ofengitter mit Abtropfblech schieben.

2. Den Rinderrücken in einer Pfanne bei mittlerer Hitze im Öl rundherum anbräunen. Auf das Ofengitter legen und in etwa 2 Stunden rosa garen. Anschließend in warmer brauner Butter wenden und mit Chilisalz würzen.

Für die Bratkartoffeln:

• 1 kg festkochende Kartoffeln
• Salz
• 1 TL Kümmel
• 1 Zwiebel
• 1-2 EL Öl
• schwarzer Pfeffer
• 1 Prise Kümmelsamen
• 1⁄2 – 1TL Majoran
• 1 EL Butter
• 1 EL frisch geschnittene Petersilie

1. Die Kartoffeln waschen, in Salz-Kümmel-Wasser weich kochen, heiß schälen, mehrere Stunden durchkühlen lassen und in 1⁄2 cm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden.

2. Die Kartoffeln in einer großen Pfanne bei geringer Hitze in Öl auf einer Seite goldbraun anbraten. Wenden, die Zwiebelscheiben dazugeben und etwas anschwitzen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Majoran würzen, Butter und Petersilie hinzufügen.

Für die Paprika-Remoulade:

• 1 rote Paprika
• Salz
• 150 g Schmand
• 2 EL Sahne
• 1 gestr. TL Papikapulver, edelsüß
• 1-2 TL Räucherpaprikapulver
• 1-2 TL scharfer Senf
• 1 EL Schnittlauchröllchen
• 1 kleine Essiggurke, klein gewürfelt
• 2 gekochte Eier, klein gehackt
• 1 EL Kapern, grob gehackt
• 1-2 TL frischer Zitronensaft
• 1 Msp. abgeriebene Bio-Zitronenschale
• mildes Chilisalz
• 1 Prise Zucker

1. Die Paprika waschen, vierteln und entkernen. Mit einem Sparschäler schälen und in kleine Würfel schneiden. In Salzwasser 2 Min. kochen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.

2. Schmand, Sahne, beide Paprikapulver und den Senf vermischen. Schnittlauch, Essiggurke, gehackte Eier und Karpern dazugeben. Mit Zitronensaft, Zitronenabrieb, Zucker, Salz und Chili würzig abschmecken.

Anrichten:

Das Roastbeef in Scheiben schneiden, auf vorgewärmten Tellern anrichten und mit etwas brauner Butter beträufeln. Bratkartoffeln und Paprika-Remoulade daneben anrichten.

Boeuf bourguignon

Für 8 Portionen

• 2 kg Rindfleisch, (am Stück, aus der Schulter; vorbestellen)
• 600 g Zwiebeln
• 400 g Bundmöhren
• 400 g Schalotten
• 60 g Butterschmalz
• Salz
• Pfeffer
• 1 El Tomatenmark
• 300 ml Rotwein
• 2 frische Lorbeerblätter
• 500 ml Rinderfond
• 800 g kleine festkochende Bio-Kartoffeln, (z.B. Linda)
• 80 g Speckscheiben
• 400 g braune Champignons
• 6 Stiele glatte Petersilie
• 30 g Butter
• 2 El Speisestärke

1. Rindfleisch in ca. 80 g schwere Würfel schneiden. Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. Möhren putzen, schälen, längs halbieren und in 4-5 cm dicke Stücke schneiden. Schalotten pellen und ganz lassen.

2. 20 g Butterschmalz in einem großen Schmortopf erhitzen. Fleisch darin bei starker Hitze in ca. vier Portionen nacheinander 2 Minuten rundherum anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Fleisch herausnehmen, in einem Sieb über einer Schüssel abtropfen lassen. 20 g Butterschmalz im selben Topf erhitzen, Zwiebeln darin 2 Minuten braten. Tomatenmark unter Rühren 30 Sekunden mitrösten. Mit 150 ml Rotwein ablöschen und stark einkochen lassen. Restlichen Wein zugeben und ebenfalls stark einkochen. Fleisch und Lorbeerblätter zugeben, mit abgetropftem Bratensaft, Fond und 400 ml kaltem Wasser auffüllen. Zugedeckt im vorgeheizten Backofen auf der 2. Schiene von unten bei 160 Grad (Gas 1-2, Umluft nicht empfehlenswert) 1:45 Stunden garen. Möhren und Schalotten dazugeben, offen weitere 45-60 Minuten garen.

3. In der Zwischenzeit die Kartoffeln waschen und mit Schale in kochendem Salzwasser ca. 18 Minuten leicht bissfest garen. Kartoffeln in ein Sieb gießen, ausdämpfen lassen und noch warm pellen. Speck in feine Streifen schneiden und in einer großen beschichteten Pfanne ohne Fett ca. 1 Minute braten und herausnehmen. Champignons putzen, Stiel entfernen. Champignons in dünne Scheiben schneiden. Petersilienblätter abzupfen und fein schneiden.

4. Das restliche Butterschmalz in derselben Pfanne erhitzen. Kartoffeln darin bei mittlerer Hitze in 4-5 Minuten rundherum goldbraun braten. Die Hälfte der Butter in einer zweiten beschichteten Pfanne zerlassen. Champignons darin bei mittlerer Hitze 2 Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen. Zuletzt die restliche Butter und den Speck unterschwenken, mit etwas Petersilie bestreuen.

5. Boeuf bei starker Hitze einmal aufkochen lassen. Speisestärke mit wenig Wasser anrühren, zum Boeuf geben und 2-3 Minuten milde kochen lassen. Boeuf und Kartoffeln in vorgewärmte Teller geben. Mit Speck, Champignons und der restlichen Petersilie anrichten und servieren.

6. Tipp: Sie können das Boeuf bourguignon problemlos einfrieren (ohne Kartoffeln und Champignons). Einfach rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen und über Nacht auftauen lassen.  


Pfefferpotthast

Autor und Rezept: Helmut Gote - WDR.

Allerdings hat meine Mutter meinem Dortmunder Vater Pfefferpotthast nach dem gleichen Rezept gekocht. In Dortmund wird typischerweise mit Semmelbröseln angedickt. Ich habe als Kind Pfefferpotthast allerdings nicht wirklich gemocht.

Zutaten für vier Personen:

• 1,2 kg Rindfleisch für Gulasch (zB Rindernacken, Zungenstück)
• 800g Zwiebeln
• 0,5 l Rinderfond
• 5 Gewürznelken
• 10 Pimentkörner
• 10 Pfefferkörner
• 5 Lorbeerblätter
• Salz, Pfeffer, Semmelbrösel

Das Fleisch in Stücke von der doppelten Größe wie beim normalen Gulasch schneiden. Die Zwiebeln schälen, längs halbieren und dann quer in dünne Streifen schneiden. Fleisch und Zwiebeln mit den Gewürzen und Lorbeerblättern in einer Schüssel vermischen, dabei salzen und pfeffern. Dann die Mischung in einen Topf von einer Größe füllen, dass die Mischung mindesten drei Viertel des Topfes ausmacht, außerdem sollte der Topf einen gut schließenden Deckel haben. Rinderfond dazu gießen, Deckel drauf und das ganze bei niedriger Hitze 90 Minuten köcheln.

Durchrühren und dabei die Gewürze und Lorbeerblätter heraus fischen. Zwei Esslöffel Semmelbrösel einrühren, alles noch einmal aufkochen damit die Sauce etwas bindet, wenn sie dabei noch nicht sämig genug ist, noch einen Esslöffel Semmelbrösel mehr zugeben. Auf dem Teller den Potthast noch mit etwas frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.
Klassisch wird der Potthast mit Salzkartoffeln und Gewürzgurken serviert. 

Fenchelauflauf

für 4 Personen

• 3 bis 4 Fenchelknollen (nach Größe)
• 3 bis 4 Knoblauchzehen
• 1 Becher Creme fraiche
• Bacon
• 1 Packung Kräutercreme/Schmierkäse
• Margarine, Salz und Pfeffer

Fenchelknollen in etwa fingerdicke Streifen kleinschneiden, Knoblauch fein würfeln.
Den Fenchel bei mittlerer Hitze andünsten, Knoblauch zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
Creme fraiche und Kräutercreme/Schmierkäse zugeben. Falls zu "trocken" einen Schuss Milch zugeben.

Umfüllen in eine flache Auflaufform, mit dem Baconstreifen belegen und bei 175°C ca. 30 Minuten in den Backofen (mittlere Schiene, Umluft).

Dazu eignet sich vorzüglich Baguette, Ciabatta oder einfach nur helle Brötchen.

Fenchel kann sehr lecker sein.... 

Zomerstamppott

Zutaten für 6 Portionen:

• 1,5 kg neue Kartoffeln, möglichst mehlig
• 750 g Möhren
• 75 g Rucola
• 150 ml Milch
• 6 EL Creme fraiche
• Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung
Die Kartoffeln unter fließendem Wasser säubern und ungeschält in große Stücke schneiden. Die Möhren ebenfalls säubern und halbieren.
Kartoffeln und Möhren in einem Topf mit 200-300 ml Wasser zum Kochen bringen, etwas Salz zufügen und auf kleiner Flamme etwa 20 min. gar kochen.
Abgießen, Milch und Creme fraiche zufügen und unter Rühren erwärmen. Mit einem Kartoffelstampfer, deshalb Stamppott, die Kartoffeln und Möhren grob zerstampfen, so dass noch Kartoffeln- und Möhrenstücke zu sehen sind.
Den Rucola abspülen, nach eigenem Gefallen etwas zerkleinern und unter das gestampfte Gemüse rühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
Den Zomerstamppot kann man warm aber auch kalt genießen. Er eignet sich als sommerliche Beilage gleichermaßen zu Fisch oder Fleisch.

Die "Kindervariante" ohne Rucola geht auch...

P.S. Wer glaubt holländische Küche besteht nur aus zugegebener Maßen sehr leckeren Pommes und/oder Bratfisch, täuscht sich gewaltig. 

Thüringer Klöße

Wie bei vielen anderen Rezepten beansprucht in Thüringen nicht nur jedes Dorf, sondern fast jede Familie das Privileg die einzig wahren Thüringer Klöße herstellen zu können.
Meine Familie natürlich auch !

Hier die Verfahrensweise bei der Herstellung wie ich sie von meiner Mutter gelernt habe:
Zutaten für 10 bis 12 Thüringer Klöße:

3 kg Kartoffeln festkochend ( weil damit die Klöße typisch "faseriger" werden ),
Salz, Kartoffelstärke, geröstete Weißbrotwürfel

Je Kloß rechnet man mit 3 mittelgroßen Kartoffeln. Die errechnete Kartoffelmenge schälen und gut waschen. Die Gesamtzahl der Kartoffeln wird nun durch drei geteilt.

Zwei Drittel der Kartoffeln im rohen Zustand reiben. Danach die Masse in ein festes Leinensäckchen füllen, dieses zubinden und die Masse unter einer Kartoffelpresse, wenn man die noch hat fest auspressen.
Bis zur Verwendung die Masse unter der Presse (im gepressten Zustand) lassen. Kleinere Mengen können auch von Hand eines starken Mannes ausgepresst werden. Die sich am Boden des Gefäßes mit der ausgepressten Flüssigkeit abgesetzte Stärke setzen und antrocknen lassen. Diese kann später beliebig dem Geriebenen zugesetzt werden. Aber Vorsicht die Klöße werden dann fester.

Das restliche Drittel der Kartoffeln gar kochen lassen, bis die Kartoffeln fast zerfallen.
Die rohe Kartoffelmasse aus der Presse nehmen, in eine große Schüssel geben, Salzen, eventuell die Stärke zugeben und dann die gekochten Kartoffeln zuschütten und diesen mit einem Kartoffelstampfer schnell unterrühren. Die Schüssel am besten auf ein nasses Tuch stellen, damit sie beim kräftigen Stampfen nicht wegrutscht oder man bittet eine zweite Person die Schüssel gut festzuhalten.

Den Brei solange kräftig rühren oder stampfen (evtl. auch Männerarbeit), bis sich der Kloßteig vom Schüsselrand löst, ein wenig glasig aussieht und nicht mehr nach rohen Kartoffeln riecht bzw. schmeckt. Beim Kloßteigkneten passiert ein "Vorabgaren" der rohen, gepressten Kloßmasse durch die heißen Salzkartoffeln.

Nun geht es ans Klöße formen. Mit nassen, kalten Händen (die Hände immer wieder in kaltes Wasser tauchen) faustgroße Klöße formen, 2-3 geröstete Weißbrotwürfel in die Mitte drücken und gut verschließen. Der Thüringer Kloß sollte rund, glatt und nahtlos geformt werden, damit kein Wasser eindringen kann.

Die Klöße in einen großen Topf mit siedendem Wasser geben und gar ziehen (nicht Kochen!) lassen. Sie sind gar, wenn Sie an die Oberfläche steigen, Garzeit ca. 15 bis 20 Minuten.
Wenn die Klöße fertig sind, diese vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und sofort servieren. Vor dem Essen "reißt" man den Kloß mit Messer und Gabel auf, bitte nicht schneiden !!, und gießt dann erst die Braten-Soße darüber.

Die Klöße eignen sich hervorragend zu: schweren, fleischhaltigen Gerichten, wie sie für die Thüringer Küche typisch sind, gern in Verbindung mit Kohl. Dunkle Wildgerichte, Sauerbraten, Thüringer Rouladen, Schweine- oder Rinderbraten, Gulasch, schweres Geflügel (Ente, Gans, Pute).

Der Klassiker schlechthin: Thüringer Klöße mit Rouladen und Rotkohl.

Sie passen nicht zu Fisch, Krustentieren, hellen Soßen, Käse oder Rohkost. Auch aromatische Gewürze wie Muskat oder Curry usw. vertragen sie schlecht.

Vereinfachungen und Rationelleres Arbeiten beim Zubereiten von Klößen:

Beim Reiben der Kartoffeln: Verwendung eines Reibean- oder aufsatzes der Küchenmaschine.

Optimale Verbindung von Reiben und Auspressen: Verwenden einer Fruchtsaftzentrifuge. Da eigenet sich besonders ein Uraltmodell von Moulinex. Aus der geriebenen und ausgepressten Masse müssen nur noch etwa verbliebene Kartoffelstückchen herausgelesen werden.

LPG-Kuchen, der nichts mit Autogas zu tun hat...

Zutaten:

Teig:
• 500 g Mehl
• 200 g Margarine
• 200 g Zucker
• 3 Eier
• 1 Päckchen Backpulver

Buttercreme:
• 1 l Milch
• 2 Päckchen Vanillepuddingpulver
• 250 g Butter
• 1 Päckchen Butterkekse
• Weinbrand
• Schokoladenguss

Aus Mehl, Margarine, Zucker, Eiern und Backpulver einen Teig rühren und auf einem viereckigen Blech bei mittlerer Hitze etwa eine halbe Stunde ausbacken. Währenddessen bereiten Sie die Buttercreme vor, indem Sie aus Milch und Puddingpulver einen Pudding kochen. Nach dem Erkalten wird er mit der schaumig geschlagenen Butter zur Buttercreme geschlagen und auf den erkalteten Boden gestrichen. Darauf legen Sie eine Schicht Butterkekse, die Sie vorher mit Weinbrand getränkt haben und geben darüber den flüssigen Schokoladenguss. 

Zwiebelkuchen

Mürbeteig:
• 270 g Mehl
• 130 g Butter
• 100 ml Wasser
• 1TL Salz

Zwiebelfüllung:
• 2 rote, 2 gelbe, 2 weiße Zwiebeln
• 2 Knoblauchzehen
• 100 g Speck
• 1 EL flüssige Butter

Füllung:
• 200 gr saure Sahne
• 50 ml süße Sahne
• 2 Eier
• Salz, Pfeffer
• 1TL Kümmel

Teig zubereiten und 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen, Zwiebeln in dünne Scheiben, glasig anrösten,Schinken glasig anrösten, Kümmel anrösten und fein mahlen, Füllung mischen, Springform auslegen, ausreichende Rand lassen
Ofen 175 Grad Ober- und Unterhitze, 35-40 Minuten Backdauer 

Crème Brûlée mit Ahornsirup für 4-6 Personen

Zutaten:
• 480 g Sahne
• 120 ml Ahornsirup
• 6 Eigelb (M)
• 1TL Vanilleextrakt
• 1/2 TL Zimtpulver
• 60 g brauner Zucker

6 flache Crème Brûlée-Förmchen oder Soufflé-Förmchen

Backofen auf 140 Grad vorheizen, die Sahne und den Ahornsirup in einem kleinen Topf erhitzen, vor dem Kochen vom Herd nehmen.
Das Eigelb mit Vanillextrakt und Zimtpulver in einer Schüssel verrühren und in die abgekühlte Sahne einrühren.
Die Masse in die Förmchen verteilen. Diese in ein geeignetes Gefäß (z.B. Bräter ö.ä.) stellen und mit Wasser auffüllen bis die Förmchen etwa zur Hälfte im Wasser stehen.
Ab in den Ofen damit und 25-30 Minuten garen, bis die Masse fest ist, ist sie!
Förmchen aus dem Wasserbad nehmen, abkühlen lassen und dann mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank damit.
Vor dem Servieren mit braunem Zucker bestreuen und flambieren.

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